Wenn wir über Projektmanagement sprechen, meinen wir in der Regel das altbekannte Projektmanagement nach dem Wasserfallprinzip, bei dem jeder Schritt nach dem anderen folgt.

Als Agiler Coach sehe ich darüber hinaus viele andere Möglichkeiten, Agile Methoden auch im Bereich der Erneuerbare Energien anzuwenden. 

Das soll nicht heißen, dass nun grundsätzlich alles „agil“ gemacht werden muss, aber es ist durchaus sinnvoll zu prüfen, wo und in welcher Form es Sinn macht – denn ein wichtiger Baustein ist, dass die agilen Methoden, die eingeführt werden, vom z.B. Entwicklungsteam angenommen werden, d.h. es sich darauf einlässt und somit eine Freiwilligkeit entsteht. 

Agile Methoden können z. B. als Projektmanagement-Methodik verwendet werden, die kurze Entwicklungszyklen – sogenannte Sprints – verwenden, um sich auf bestimmte Entwicklungsaufgaben für das Produkt zu konzentrieren und nach kurzer Zeit eine Teillösung zu liefern. 
 

Bei diesem „Produkt“ kann es sich um ein physisches Produkt, wie z. B. eine Windenergieanlage, eine Waschmaschine, ein Auto oder um eine Dienstleistung, z. B. Entwicklungsphasen, Zertifizierungsaufgaben, handeln. 

Aus dem Bereich der Softwareentwicklung kennen wir auch andere oder spezifische agile Methoden wie Scrum und Kanban.  

Die Anwendung agiler Methoden könnte dazu beitragen, die Flexibilität, Eigenverantwortlichkeit und Transparenz zu erhöhen.  

Einige wichtige Punkte: 

Selbstverständlich ist auch eine Kombination aus unterschiedlichen Methoden vorstellbar, wie z. B. Kanban, Scrum, Design Thinking, Lean. Dieses in Abhängigkeit von den Anforderungen und Technologien zu entscheiden – d. h. wo ist das Projekt oder die Teilaufgabe angesiedelt: eher einfach, kompliziert oder gar komplex.  

Natürlich ist es nicht ungewöhnlich, wenn ich als Ingenieur davon rede, dass wir Brückenbauer benötigen. Ich möchte die Brücken und „Brückenbauer“ heute allerdings aus einer anderen Perspektive betrachten. Gemäß Wikipedia ist eine Brücke eine Struktur, die einem hilft, einen offenen Raum oder eine Lücke zu überqueren. Brücken sind meist für das Überqueren von Flüssen, Tälern oder Straßen gemacht. Heutzutage sind die meisten großen Brücken dazu dar, um Fahrzeuge zu tragen, aber die Menschen sind auch seit tausenden von Jahren über Brücken gegangen. 

Ich möchte dabei unterstützen, eine Brücke zu bauen, um anderen die Möglichkeit zu geben, Hindernisse zu überqueren. Wir brauchen Brücken, wenn wir – als Mensch oder als Unternehmen – z. B. neue Geschäftsfelder, neue Märkte entdecken und/oder Veränderungen umsetzen wollen.  

Für diese Brücke bauchen wir Brückenbauer. Nennen wir den Brückenbauer „Pi“ – wie der griechische Buchstabe „π“. Als Brückenbauer brauchen wir Menschen, die in zwei Bereichen, z.B. in den technischen und sozialen Bereichen, eine entsprechende Wissenstiefe haben. Diese beiden Bereiche werden durch die beiden vertikalen Linien von „π“ symbolisiert – das starke und solide Fundament für die Brücke selbst.  

Die horizontale Linie des „π“ symbolisierte die Brücke, den Gehweg, der von der einen auf die andere Seite führt. Diese horizontale Linie steht auch für das breite und allgemeine Wissen im Unternehmen, das Netzwerk und die Fähigkeit, verschiedene Märkte, Standorte, Regionen und Kulturen, Geschäftseinheiten, Menschen usw. im Unternehmen zu verbinden. 

Daher muss das „π“ – der Brückenbauer – Vertrauen und Zuverlässigkeit schaffen, die die Menschen brauchen, um über diese Brücke zu gehen, sich auf Veränderungen einzulassen, sich sicher zu fühlen. 

Ggf. wird auch mehr als ein Brückenbauer benötigt, je nachdem, wie groß die Lücke ist, die es gilt, zu überqueren und unter Berücksichtigung der Märkte und Regionen, der verschiedenen Kulturen. Vielleicht werden auch zwei „ππ“ benötigt, abhängig von der Größe der Lücke, die es zu überbrücken gilt.  

Auf jeden Fall und angesichts der aktuellen „Corona“ getriebenen Situation und den daraus resultierenden bevorstehenden Veränderungen brauchen wir diese Menschen, die Brückenbauer, „π“.